Microsoft hat den Verkaufsstart seiner abgespeckten Windows-Version "Windows XP Starter Edition" in Thailand, Malaysia und Indonesien für Oktober dieses Jahres angekündigt. Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, soll der zwölfmonatige Testlauf für bessere Beziehungen zu den Regierungen von Entwicklungsländern sowie für einen stärkeren Wettbewerb mit Linux sorgen, das seine Marktanteile vor allem in den ärmeren Ländern der Welt ausbauen konnte.
Innerhalb der kommenden 30 Tage will Microsoft zwei weitere Länder nennen, in denen die günstigere Windows-Version eingeführt werden soll. Damit die kostengünstigere Version nicht die Preise auf anderen Märkten zerstört, verkauft Microsoft die Software nur vorinstalliert auf Einsteiger-PCs. Der Preis soll rund 300 Dollar betragen. Außerdem wird die Starter Edition nur in den jeweiligen Landessprachen erhältlich sein. Ihr fehlen wesentliche Features, die zum Beispiel die Vernetzung zwischen einzelnen PCs ermöglichen. Auf dem abgespeckten Betriebssystem können nur drei Applikationen gleichzeitig laufen.
Im Laufe des kommenden Jahres will Microsoft über den möglichen Fortbestand des Projektes entscheiden. Laut WSJ könnte der Test zu einer längerfristigen Regelung führen, mit der sich der Softwareriese größere Wachstumsmärkte wie China, Indien, Russland und Brasilien erschließt. Bislang ist der Erwerb von Windows-Software für die meisten Einwohner in diesen Ländern zu teuer.
Indessen hat Microsoft für Highend-User gemeinsam mit führenden Technologiekonzernen wie Sun einen neuen Standard für die bessere Interoperabilität zwischen Web-Applikationen beim World Wide Web Konsortium W3C eingereicht. "WS-Adressing" soll als Basis für die Kommunikation zwischen den Applikationen dienen, berichtet das Branchenportal Cnet. Die fehlende Interoperabilität ist laut Cnet bisher einer der Hauptgründe dafür, warum sich Web Services noch nicht durchsetzen konnten.
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